Sandbleche ... auch zum Kochen

Sandbleche

Inzwischen gibt es fertige Lösungen für abklappbare Sandbleche zu kaufen. Das entspricht genau meiner Philosophie, dass alles mehreren Zwecken dienen muss. Bergen und Kochen. Als Sandbleche musste ich sie allerdings bisher sehr selten benutzen. Schon gleich gar nicht hab ich sie dabei schon mal verbogen. Bei den käuflichen Lösungen, die sicher alle viel besser aussehen, hab ich mich aber schon öfter gefragt, ob man die Bleche auch dann noch montieren kann, wenn sie verbogen sind? Dazu kommt, dass neuere Bleche, also nicht die Luftlandebleche aus dem zweiten Weltkrieg, aus weicherer Legierung sind und alleine darum schon leichter verbiegen.

Ich musste sie als Sandbleche sehr selten benutzen und das mag daran liegen, dass ich auf Reisen eher vorsichtig unterwegs bin und nicht mit letztem Risiko irgendwo herum fahre. Man will ja heil wieder zuhause ankommen und nicht irgendwo unrettbar verloren sein. Reise ist anders als Kiesgrube.
Im Offroad Gelände sollte man trotzdem alles mal getestet haben, damit man damit umgehen kann, wenn es notwendig ist. So kann man sich diesen wunderbaren Spielplatz für Grosse auch schön reden.

Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit 👍

Kochen

Eigentlich sind sie inzwischen viel mehr ein abklappbarer Regalboden für den Kocher, als Bleche um sich aus dem Sand wieder zu befreien oder Spalten zu überbrücken und Absätze hoch zu fahren.
Die Sandbleche sind original Luftlandebleche aus dem zweiten Weltkrieg, die ich vor vielen Jahren schon für ein Schweinegeld gekauft habe. Die seitlichen Haken habe ich abgeschnitten. Landebahnen für Flugzeuge kann man also inzwischen wohl nicht mehr draus bauen 😁
Als Scharnier für die abklappbaren Sandbleche habe ich das gleiche Profil benutzt, wie für das Klappdach. Ich kann die Scharnierstange aus Edelstahl einfach nach hinten raus ziehen und dann die Sandbleche komplett mit den Haltern abnehmen. Unten sind sie an den Scharnieren fest und oben werden sie mit Gurten ans Auto gezogen. Die Gurte sind gleichzeitig die einstellbaren diagonalen Abhänger der Bleche. Das scheint mir die flexibelste Lösung zu sein. Flexibel nicht nur im Sinne von universell einsetzbar, sondern auch in dem Sinne, dass die Halterung ja auf jeden Fall noch funktionieren soll, wenn die Bleche verbogen sind. Das kann passieren, wenn man sie ausnahmsweise mal nicht zum Kochen benützt, sondern entsprechend ihres ursprünglichen Einsatzzweckes … nein, keine Flugzeuge drauf landen lässt 😁
Benutzt man fix verschraubte Halterungen, dann dürfen sich die Bleche auch kaum verändern, sonst passt nix mehr.
Der Knick in der Seite des Land Rovers bedingt es, dass man eine gewisse Körpergrösse besitzen muss, wenn man auf den Blechen kochen will. Knapp über dem Knick ist das Scharnier montiert, weil innen eine Verstärkung der Capings ist. Das ist also für Schrauben eine sehr stabile Stelle. Man darf nicht vergessen, dass ja auch noch ein Kocher drauf steht und auf dem erst eine Pfanne oder ein Topf, in die man gucken können sollte. Eine Grösse von 1,80 m sollte man also mitbringen, wenn man diese Minimallösung wählt. Es gibt aber durchaus käufliche Lösungen, bei denen noch ein extra Gelenk eingebaut ist, damit das Blech noch 10 – 15 cm weiter herunter schwenkt.
Ein Extremfall ist sicher, dass ich die Bleche der Länge nach zusammen geschraubt als Rampe benutze, um mein Motorrad hinten in den Landy zu bugsieren. Vier 10er Schrauben mit Muttern reichten.

Aprilia

Das ist allerdings nicht ganz unkompliziert. Ich muss das Dach öffnen damit ich drin stehen kann. Ich fahre die Aprilia dann die Rampe hoch, indem ich seitlich daneben hergehe. Steht die Front im Landy mache ich sie mit eingelegtem Gang draussen stehend aus und lehne sie mit dem Tank seitlich an den Rahmen der Hecktür. Dann klettere ich durch die hintere Tür auf der Beifahrerseite in den Landy, lasse die Aprilia an und fahre sie weiter rein. Voila … jetzt nur noch mit Gurten fest ratschen und das Dach schliessen.

Auch so lassen sich Sandbleche sinnvoll einsetzen 😊