Ich hab eine 12V Heizdecke im Auto. Tja, man wird ja nicht jünger.

Ich hab es einfach mal ausprobiert, weil ich die Erfahrung mit selbstgebauten Motorradheizgriffen hatte, dass 40 Watt Leistung verdammt viel Wärme produzieren. Ich bekam zufällig mit, dass es 12V Heizdecken mit ca. 40 Watt gibt, was wie gesagt viel Wärme macht, aber den Akku nicht übermässig belastet.

Ich hab also einfach mal testhalber so ein Ding gekauft. Die sind wirklich günstig.

Mein erstes Erlebnis damit hat gleich mal einen Dämpfer produziert. Ich baute mir ein Verlängerungskabel und setzte mich mit der Decke über den Schultern einfach mal raus. Ernüchternd ... bereits ein leichter Wind nimmt die gesamten 40 Watt restlos mit. Die Decke wirkt wie eine Decke, aber im Leben nicht wie eine Heizdecke. Man spürt nichts davon. Die wird nicht mal warm ...
Ich hab sie also angeschlossen im Auto unter der Bettdecke verstaut und legte mich bald auf die Heizdecke schlafen. Draussen waren so knapp unter Null Grad und die Heizdecke hatte das Bett durchaus schon schön vorgewärmt. Wow. Gut isoliert und ohne Wind funktionierte das Ding also recht gut. Sehr angenehm ... schnarch ...

nach ca. einer Stunde bin ich wieder aufgewacht. Phuuu, war das warm!

Draussen immer noch deutlich unter Null, im Auto wohl auch .... aber unter meiner Decke war es eindeutig zu warm! Ich hab die Heizdecke gerne freiwillig wieder ausgemacht. Ächz ...

Résumé

Die Heizdecke kann inzwischen gut unter dem Leintuch auf der Matratze fest gemacht werden. So spürt man nur die Wärme davon. Eine Schaltuhr, die sie nach ca einer Stunde wieder abschaltet ist unabdingbar! Das hält sonst keiner aus :-)

Bereits nach einer halben Stunde kann man ins gut vorgewärmte Bett kriechen, was den Komfort im Auto unglaublich erhöht. Zudem belastet es den Akku wenig und man kann leicht drauf verzichten, wenn das Ding kaputt sein sollte.

Das ist eine feine Anschaffung, wenn man den Stromverbrauch gut kalkulieren kann. Üblicherweise verlaufen der Gebrauch des Kühlschrankes und der Heizdecke ja konträr zueinander. Wird das eine benötigt, brauche ich das andere nicht. Der Stromverbrauch hält sich in Verbindung mit der Schaltuhr also in absolut vertretbaren Grenzen.