... ist auch nur eine grosse Wartungsklappe.

Als Tdi Fahrer hat man ja nicht das Problem der in den Tank eingebauten Treibstoff-Vorförderpumpe wie die TD5-Fahrer und benötigt deshalb eigentlich keine Wartungsklappe im Laderaumboden.

Im Zuge meiner Restaurierung habe ich aber den ganzen Laderaumboden incl. der Versteifungen (Struts) erneuert. Es waren einfach zuviele Oxidationslöcher drin. Der Blick durch die Hecktür in den leeren Innenraum offenbarte wunderbaren Zugang zum A-Frame, vielen Kabeln, Spritleitungen und Teilen am Tank und an der Hinterachse. Das weckte bei mir Begehrlichkeiten.



Wie wäre es, wenn man das ganze Bodenblech einfach herausziehen könnte?

Dann käme man da immer so problemlos ran. Ich fing an, mir darüber Gedanken zu machen und untersuchte alles. Der Einbau eines neuen Bodens machte das möglich, aber einen vorhandenen Boden entsprechend umzubauen ist sicher keine Option.

Dabei stellte sich heraus, dass das Bodenblech die einzige Verbindung mit den Radkästen ist, obwohl auch in den Radkästen korrespondierend mit den Struts unter dem Laderaumboden vertikale Versteifungen sind. Die vertikalen Versteifungen sind aber nicht mit den Struts verbunden. Sie sind aus Aluminium, mit dem Radkasten punktverschweisst und der kleine Winkel unten ist wegoxidiert. 
Wenn man keine Verbindung zwischen den Versteifungen schafft, dann hängen die Struts unter dem Boden nur an dem kleinen Falz der Radkästen.

Dieses Fremdbild aus dem Internet zeigt die Verbindungsstelle.


Beide Verstrebungen enden bei meinem alten Auto ohne überlappende Winkel stumpf an der Kante und sind demnach nicht mal über die zwei Niete verbunden. Die verbinden nur den horizontalen Strut mit dem Falzblech des Radkastens und dem Laderaumboden. Meine Idee ist also, die Struts über Aluwinkel mit den vertikalen Versteifungen zu verbinden und dann das ganze Bodenblech nur relativ lose aufzulegen und es über Einnietmuttern in den Hutschienen und Struts zu verschrauben. Das ganze Blech kann man dann durch Lösen  der Schrauben wieder herausnehmen. Die grösste Wartungsklappe, die im Land Rover Platz hat :-)

Ich habe also erst mal diese Ecken mit 2,5 mm Aluwinkeln verstärkt und im von innen sichtbaren Teil eine Einnietmutter eingezogen, damit ich das ganze Bodenblech aufschrauben konnte.

Hier sieht man den Winkel von innen noch ohne Nietmutter


So sieht der Winkel aussen im Radkasten aus


Das vollständige Gitter


Das ist ein Blick auf das Resultat mit der neuen Laderaumleiste. Man sieht auch zwei der Schrauben, die nun das Bodenblech halten.


Mit einer handvoll Schrauben, die mit dem Akkuschrauber schnell herausgenommen sind, ist nun der ganze Boden im Auto verschraubt. Der Boden ist in Windeseile ausgebaut und bietet wunderbaren Zugang. Ich möchte hier auf keinen Fall die Behauptung aufstellen, dass dies nötig sei, aber wenn man schon den Boden erneuert, dann drängt sich diese Lösung förmlich auf.